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Mein Start in die Saison 2017 1/2

Martin Plettner

Wenn ich an den vergangenen Monat April zurückdenke, hätte ich nie gedacht, dass ich so in die Angelsaison 2017 starten würde. Das Sprichwort: „Alle guten Dinge sind drei“ zog sich durch den ganzen April. In 3 Sessions von jeweils 3 Nächten konnte ich über 30 Karpfen fangen, aber dazu später mehr.
Pünktlich zum ersten April kündigte der Wetterbericht Temperaturen von über 20 Grad an. Die perfekte Prognose um das erste Mal den Karpfen nachzustellen. So lud ich Christian, einen guten Freund, nach Hamburg ein, um mit ihm gemeinsam zu fischen. An erster Stelle stand, dass wir uns ein schönes Wochenende machen, den Grill anschmeißen und wir eine tolle Zeit zusammen haben. Natürlich wollten wir auch den einen oder anderen Karpfen auf die Matte legen, weshalb ich zwei Plätze in circa 1 Meter Tiefe anlegte. Zum Einsatz kam der 50/50 Mix mit Spice Oriëntal in 20mm. Drei Tage lang kamen auf beide Spots täglich 500 Gramm Boilies, bevor wir anfingen zu angeln. Nachdem wir Freitag am See angekommen waren und die Ruten rausgefahren hatten, wurde erst mal der Grill angeschmissen und wir tranken ein kühles Blondes bei gut 20 Grad in der Sonne. Das Wasser hatte sich schon auf 13 Grad erwärmt, was uns auf eine aktionsreiche Session hoffen ließ.

Tatsächlich dauerte es nicht lange bis der erste Fisch ablief. Noch bevor das Fleisch auf dem Grill durch war, meldete sich der Bissanzeiger und ich konnte anschließend einen Schuppenkarpfen landen. YES, endlich konnte ich nach langer Winterpause meine erste Eintragung für dieses Jahr in meinem Fangbuch vornehmen und das, obwohl die Ruten nicht einmal eine Stunde auf dem Platz lagen. Was für ein Start!

In der ersten Nacht meldete sich der Delkim noch zwei weitere Male und wir konnten zwei schöne Fische um die 8-9 kg fangen und nutzten gleich diese Gelegenheit um vormittags ein gemeinsames Foto zu knipsen.

Die folgende Nacht erwies sich als die ergiebigste. Fast im Stundentakt mussten wir unsere kuschligen Schlafsäcke verlassen um zu den piependen Bissanzeigern zu sprinten. Insgesamt konnten wir 5 weitere Karpfen bis knapp 10kg fangen. Für mich sind gerade zum Anfang der Saison solche fischreichen Sessions immer genau das richtige, um nach der langen Winterpause wieder auf Temperatur zu kommen. Dabei spielt für mich die Größe der Fische nur eine untergeordnete Rolle.

Nach diesem schönen aber auch anstrengenden Wochenende ließ ich nicht viel Zeit verstreichen und fuhr bereits am nächsten Tag zu einem neuen Gewässer, wo ich mir etwas höhere Durchschnittsgewichte erhoffte. Mit im Gepäck waren wieder meine 50/50 Mix Spice Oriëntal Boilies in 20 mm. Als ich mich für vier Spots zwischen 1,2m und 1,8m Tiefe entschieden hatte, fütterte ich jeden Platz mit circa 500 Gramm Boilies. Obwohl es in den kommenden Tagen wieder über 10 Grad kälter werden sollte, ließ ich mich nicht von dem Wetterwechsel abhalten und fütterte insgesamt 2 Tage meine Plätze an. Mein Plan war es meine freie Zeit zu nutzen und schon am dritten Tag mit dem Fischen zu beginnen. Jedoch befische ich am ersten Tag nur zwei Plätze im Nahbereich. Die anderen beiden Plätze in mittlerer Distanz ließ ich weiterhin unter Futter stehen. Mein Ziel war es, mit diesen Plätzen das Vertrauen der Fische zu gewinnen, um vielleicht doch noch einen der Größeren haken zu können. Am Nachmittag meldete sich der Bissanzeiger zum ersten Mal und nachdem ich den Schuppi noch gerade so von den anderen Schnüren fernhalten konnte, fand er zum Glück den sicheren Weg in den Kescher.

 

 

Mitten in der Nacht holte mich dieser Spiegler aus dem Schlaf und nahm den Hookbait direkt vor den Füßen bei 1,3 m auf.

Am darauffolgenden Tag verteilte ich zwei meiner Ruten auf die Distanzplätze. Die mittlere Rute legte ich unter einem Baum bei 1,8m ab und meine rechte Rute platzierte ich neben einen versunkenen Baum bei 1,3 m, wo ich zuvor Fraßlöcher ausmachen konnte. Und tatsächlich lief diese Rute keine Stunde später ab. Ich stieg in meine Wadhose und sprang sofort ins Wasser um meine Rute zu greifen. Ich versuchte Kontakt zum Fisch aufzubauen aber hatte keine Chance, es schien so als hätte sich der Fisch im versunkenen Baum fest gesetzt. Also ab ins Boot! Zum Glück konnte ich die komplette Montage dank meines Fischretters bergen, aber leider ohne Fisch. Der Karpfen war so kräftig, dass er den Haken aufbiegen konnte. Obwohl ich die Bremse knallhart eingestellt hatte, konnte der Karpfen im Baum Zuflucht finden und sich vom Haken befreien. Meine monofile Schnur gab ihm wohl zusätzlichen Freiraum, so dass ich keine Chance hatte ihn zu bremsen. Beim nächsten Anlauf würde ich deshalb eine geflochtene Hauptschnur und einen stärkeren Haken benutzen. Das größere Exemplar hatte auf jeden Fall meine Neugierde geweckt.

Die Versuchung war groß meine Rute dort wieder abzulegen, doch ich beschloss den Platz erst einmal in Ruhe zu lassen. Trotzdem hielt ich den Spot weiter unter Futter, denn in Kürze war eine weitere Session von drei Nächten geplant. Also kam die Rute erst mal wieder auf den alten Platz zurück. Als zum frühen Abend wieder etwas Ruhe eingekehrt war, meldete sich auch der Bissanzeiger der anderen Distanzrute. Der Fisch am anderen Ende machte ordentlich Druck. Ich ging dieses Mal gleich ins Boot, um ihm entsprechend entgegenwirken zu können, falls er auch wieder ins Gehölz schwimmen sollte. Aber dieses Mal ging alles gut und ich konnte den Fisch sicher landen.

In den folgenden zwei Nächten lief ausschließlich die letzte Distanzrute ab, bei der ich insgesamt drei Tage vorgefüttert habe. Ich konnte dort fünf weitere Karpfen landen. Der weitere Tag Vorfüttern zahlte sich somit für mich aus.

 

 

Nach diesen drei Nächten, in denen ich insgesamt zwölf Runs hatte, packte ich alles zusammen und fuhr nach Hause. Aber der Fisch, den ich im Gehölz verloren hatte, ließ mich jedoch nicht in Ruhe und schwirrte mir nach wie vor im Kopf herum. Ich wollte deshalb so schnell es ging wieder ans Wasser zurück, jedoch holte mich die Arbeit wieder ein. Deshalb hielt ich die Plätze weiter unter Futter und wollte nach kurzer Zeit wieder ans Wasser zurückkehren. Ich hatte schließlich noch eine Rechnung offen …

Fortsetzung folgt…

 

Martin Plettner



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