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Saisonabschluß

Michael Gstraunthaler

Die Saison 2018 war wieder einmal ein unglaubliches Jahr! Im März durfte ich nun schon das zweite Jahr mit István die Workshops in Österreich abhalten und im Mai ging es an einen Paylake in Südösterreich, wo auch ich endlich meinen 20+ fangen konnte.

Im Sommer kam mich mein Teamkollege Csaba besuchen und auch dort konnte ich meinen 20er landen. Im Hochsommer nicht unbedingt selbstverständlich, wenn man mit herkömmlichen Ködern angelt.

Aber dank Keen Carp, gibt es durchaus Möglichkeiten, um auch bei hohen Wassertemperaturen selektiv auf Großkarpfen zu angeln. (Mehr dazu in unseren Workshops).

Danach kam Anfang Oktober unser „Kennenlerntrip“ an eines der anscheinend schwierigsten Gewässer Österreichs, wo wir (2 Angler) in drei Tagen, mit ca. 2 Kilo Boilies (!!!), drei Fische mit über 25 Kilo fangen konnten. Siehe in unserem Keen Carp Blog.

Nach dem Urlaub mit der Familie und dem Schulbeginn der Kinder, nutzte ich die letzten zwei Wochen im Oktober, um mich auf eine 3 Tagessession an meinem Hausgewässer vorzubereiten. Anhand dieser Session, möchte ich nun meine Herangehensweise beschreiben:

Drei Tage vorfüttern mit 300g Boilies/Tag/Rute. Da die Wassertemperatur schon unter 15 Grad betrug, fütterte ich auf einem Spot wegen seiner höheren Attraktivität, den White Fish Mix mit GLM Flavour in 24mm. Einen weiteren Spot präparierte ich mit dem 50/50 Mix in 20mm mit Scopex Falvour. Dieser Boilie brachte unseren kunden schon viele gute Fische in der Übergangszeit im Frühling und Herbst. Den letzten Spot befütterte ich mit Boilies aus dem Mega Spice and Seed Mix mit Spice Oriental Flavour in 24mm, da der Mix über eine sehr gute  Wasserlöslichkeit verfügt. Alle von mir verwendeten Köder waren gesalzen und steinhart getrocknet. Das Salz hilft bei der Konservierung der Köder und das trocknen hilft die Köder wiederstandsfähiger gegen Weißfische zu machen.

Am dritten Tag befischte ich den Spot mit dem Fischmix und dem 50/50. Alle Plätze konnte ich mit der Unterwasserkamera kontrollieren und sah, dass alle Köder gefressen wurden.So wunderte es mich nicht, dass ich schnell eine Aktion hatte und einen Spiegler am White Fish-Spot fing. Leider mit ca. 15 Kilo nicht unbedingt einer meiner Zielfische. Ich wollte natürlich zu dieser Jahreszeit noch einmal richtig zuschlagen. In der selben Nacht verlor ich auf den 50/50 Mix einen sehr großen Spiegler kurz vor dem Kescher. Ich war ziemlich sauer, zog aber meine Lehren aus dieser ersten Nacht. Ich tauschte die White Fish Boilies gegen den Big Water Mix mit Spanish Red Flavour in 24mm. Am nächsten Tag kontrollierte ich den Spot. Im knietiefen Wasser konnte ich keine der ca.30 Kugeln mehr sehen und so fütterte ich weiter bis zum Wochenende, ohne zu angeln. Nach der Aktion am Futterplatz wollte ich in den nächsten Tagen in meinem Bereich wieder Ruhe einkehren lassen.

Am Freitag war es dann  wieder soweit. Ich kontrollierte die Plätze und stellte fest, dass wieder alle Köder verschwunden waren. Ich fütterte also noch weniger und begann mit dem Angeln. Und der Erfolg der Taktik ließ nicht lange auf sich warten. Schon nach zirka einer Stunde konnte ich genau DEN Spiegler keschern, den ich Mitte der Woche verloren hatte – diesmal auf den Big Water Mix! Haargenau 20kg!

Es folgten noch  2 weitere Fische um die 15 Kilo vom selben Spot und ein 18er vom 50/50 Platz, den ich im Sonnenaufgang vor einer traumhaften Kulisse fotografieren konnte.

Bei strahlendem Sonnenschein zur Mittagszeit folgte noch ein Spiegler mit 21,8 kg,  der schwerste Fisch der Session. Wieder vom selben Platz!

Was für ein Verlauf! Ich war total happy, dass meine Taktik voll aufging und ich wieder einmal mit minimalem Futtereinsatz maximalen Erfolg hatte. Der Wechsel von fischmehlhaltigen Boilies( ja auch die gibt es bei KeenCarp!!) zu Kohlehydratködern, brachte die entscheidende Kehrtwendung zum Erfolg bei dieser Session! Es war für mich erneut der Beweis, dass man sehr wohl mit Hilfe der passenden Köderwahl und der richtigen Taktik den Faktor „GLÜCK“ deutlich minimieren kann! Meine anfänglichen Bedenken, dass aufgrund der Jahreszeit schon attraktivere Mixe mehr Erfolg bringen, erwiesen sich als unbegründet. Aufgrund der optimalen Zusammensetzung haben unsere Selektiven Köder eine perfekte Wasserlöslichkeit, weshalb sie auch bei sinkenden Wassertemperaturen ihre Trümpfe voll ausspielen! Somit konnte unser Team allein Im Oktober nicht weniger als 20(!!!) Fische über 20kg auf die Matte legen!

„Fuck the luck“

Michael Gstraunthaler



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