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PB auf Anhieb

Florian Krüger

Ich bin mit einer großen Neugier, aber auch ein wenig Skepsis in den Workshop gegangen. Was soll mir da noch neues erzählt werden, man Weiss doch schon alles - denkt man immer. Aber der Workshop hat mir die Augen geöffnet und klar gemacht, dass ich sehr viel noch nicht wusste und ich mir über die scheinbar "kleinen Dinge" viel mehr Gedanken machen sollte, als zuvor. Im Großen und Ganzen habe ich aus dem Workshop sehr viel mitgenommen was Taktik und Futterstrategien angeht.

Ich war schon sehr neugierig auf die Köder und so habe ich Victor Fröschl aus dem Keen Carp Bait Service kontaktiert, um mir meine individuellen, auf mein Gewässer abgestimmte Köder zu bestellen. Als die Boilies bei mir ankamen, war ich sehr angetan und konnte es kaum erwarten die Köder aus zu probieren.

Für meinen einwöchigen Ansitz habe ich mir ein 40 ha grossen See ausgesucht. Da ich nicht genau wusste ob die Fische schon fertig mit dem Laichen sind, entschied ich mich für eine flache Bucht. Durch meine Erfahrungen an dem See wusste ich, das die Fische in dieser Bucht Laichen und daher hofte ich, dass sich die Fische noch in dieser Bucht aufhalten würden.

Nach 2 Tagen ohne Biss wurde mir berichtet, das andere Karpfenangler im tieferen Wasser Fische gefangen haben. Nach dieser Information habe ich mich auf gemacht, um mir neue Stellen im tieferen Wasser zu suchen. Schnell fand ich eine krautfreie Stelle mit relativ festem Grund. Ich bot also meine Rute an dieser Stelle an und es hat auch nicht lange gedauert bis zum ersten Biss.

Als der Fisch im Kescher war, viel mir eine große Last von den Schultern. Endlich habe ich die Fische gefunden. Meine andere Rute legte ich in der Mitte des Sees an einer Boje ab. Auch diese Stelle war Krautfrei und im Vergleich zur anderen Stelle war der Grund hier steinhart.

Auf dem ersten Spot fischte ich einen 24mm Boilie aus dem Hemp/Nutty Mix mit einem kleinen weißen Pop Up. Den anderen Spot befischte ich mit einem 24mm Boilie aus dem Nutty Mix mit einem gelben Pop Up. Für jeden Spot suchte ich mir natürlich auch einen Ersatzspot als Backup.

Auf dem Spot neben der Boje musste ich auch nicht lange warten bis ich die ersten Karpfen über den Kescher Rand führen konnte. Nach 2 Tagen und einigen Fischen von der Stelle konnte ich in der letzten Nacht nach einem Gewitter den ersten 20+ kg Karpfen fangen.

Nach diesem Fang entschied ich mich die Ausweichstelle zu befischen um den Spot an der Boje ruhen zu lassen.

Die andere Stelle brachte mir in der Zwischenzeit 2 Karpfen. Auch hier entschied ich mich auf die ersatzstelle auszuweichen.

Die Ausweichstelle der “Bojen-Rute“ lief auch gut und brachte mir weitere Karpfen, aber der ersehnte große Fisch blieb aus.

Da sich die Woche dem Ende zuneigte, entschloss ich mich die letzten 24 h wieder auf den ursprünglichen Spot zu wechseln. Diese Entscheidung sollte ich nicht bereuen. Am letzten Morgen bekam ich einen ordentlichen Biss. Nach einem harten Drill konnte ich einen schönen 19 Kilo schweren Spiegelkarpfen fangen. 

Die nächsten zwei Läufe die ich auf dieser Rute bekam, waren nicht von Erfolg gekrönt. Ich habe beide Fische im Drill verloren. 

Als ich den Dritten Biss um die Mittagszeit bekam, war ich sehr nervös. Sollte ich auch den nächsten Fisch verlieren? Nach einem ebenfalls harten Drill konnte ich einen Spiegelkarpfen von 23 Kilo fangen.

Meine Freude war riesig! Das bedeutete zugleich meinen neuen PB! Und das auf Anhieb mit den neuen Ködern und der Taktik! Das war der perfekte Abschluss für diese erfolgreiche Angel Woche, in der ich insgesamt 12 Fische fangen konnte.

Beim ersten Ansitz mit den Keen Carp Ködern habe ich auch gleich die Futtertaktik angewandt, die mir im Workshop nahe gelegt wurde. Früher habe ich pro Stelle im Sommer zwischen 1 - 2 Kilo Boilies gefüttert und das weit verstreut damit die Karpfen suchen müssen. Im Workshop wurde mir gesagt, maximal 300 g pro Stelle zu füttern und das konzentriert auf einem kleinen Futterplatz. Natürlich habe ich es auch so gemacht und meine Fänge haben mir bestätigt, dass die Taktik funktioniert.

Wenn du den passenden Boilie für den Fisch hast, den du fangen möchtest, dann brauchst du nicht mehr füttern. Wenn ich die Fische am Platz habe, dann reduziere ich diese Menge sogar auf ca. 100 – 150 g. Ich bin total überzeugt von dem Workshop und vom Bait Service und kann es  jedem nur empfehlen. An dieser Stelle möchte ich noch einmal die Super Beratung erwähnen. Victor stand mir bei Fragen zu den Ködern und Taktik immer zur Seite. Mich hat Keen Carp überzeugt.

Grüße,
Florian



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