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Pfingsten mit Freunden

Stefan Pirker

Nach kurzer Absprache beschlossen meine Freunde Christian, Ronny und ich übers Pfingstwochenende, von Samstag bis einschließlich Montag am Hausgewässer meines Kumpels Ronny angeln zu gehen. Das Gewässer aus unserer Region besitzt eine Wasserfläche von etwas über 40 Hektar und weist einen fantastischen Karpfenbestand auf.

Als der Termin feststand, fütterten wir 5 Tage lang, die von mir zuvor aus dem Keen Carp Bait Service bestellten Birdfood Mix Boilies mit Strawberry & Black Pepper Flavour in 24mm an.

Da wir jeweils mit nur einer Rute pro Person  angelten, fütterten wir ca. 1kg der Birdfood Boilies pro Tag, sprich ca. 300gr pro Platz.

Diese Menge haben wir mit dem Wurfrohr eingebracht. Aufgrund des kalten und verregneten Mais´ hielt sich die Wassertemperatur in Grenzen.

Allerdings in der Woche in der wir mit dem Füttern begonnen haben, trat ein Wetterwechsel ein und plötzlich stand der Sommer vor der Tür mit Temperaturen über 30°C. Ich hatte Bedenken  dass die Karpfen mit ihrem Liebesspiel beginnen würden, doch zum Glück kam es anders.

Samstag, endlich war es soweit. Auto gepackt, meine Freunde abgeholt, unterwegs noch für unser leibliches Wohl eingekauft und ab auf den See.

Nachdem wir unser Tackle mit dem Trolley ans Wasser gebracht hatten, beschloss ich sofort meine Rute auszuwerfen, um sie ins Rennen zu bringen. Mit dem Wurfrohr noch 10-12 Birdfood Boilies hinterher  und die Falle war scharf und wartete auf den ersten Abnehmer.

Wir hatten uns am Angelplatz noch nicht mal sortiert, geschweige denn unseren Wetterschutz aufgebaut, da pfiff wie aus dem Nichts meine Rute ab.

Rute aufgenommen und ab ins Boot, da aufgrund von Schilfgürtel und Seerosen ein drillen vom Ufer aus unweigerlich zum Fischverlust führen würde.

Nach einem kampfstarken Drill zeigte sich ein wunderschöner Spiegler mit 17kg.

Als wir am Weg Richtung Fisch waren, ahnten wir schon, dass es ein besserer Fisch sein musste, da Ronny die Erfahrung gemacht hat, dass die Größeren zu meist ins tiefere Freiwasser ziehen und die Kleineren den Schutz der Seerosen oder des Schilfes suchen.

Als nächstes durfte sich Ronny über einen tollen Fisch freuen.

Es folgte Biss auf Biss. Endlich auch der ersehnte Karpfen für Christian. Und was für einer! 18kg brachte der Spiegler auf die Waage.

Keine Stunde später, ein Moment der Hektik – Doppelrun. Christian und ich konnten zwei Spiegler der Kategorie 12-14kg fangen.

Unglaublich! Fünf Fische innerhalb von weniger als 4 Stunden Angelzeit. Aber das war erst der Anfang.

Nach einem gemeinschaftlichen Abendessen stießen wir mit einem kalten Getränk auf das bisher erlebte an.

Die erste Nacht verlief etwas ruhiger. Trotzdem gelang es Christian einen 17,5 kg schweren Spiegler zu verhaften.

Pfingstsonntag – Vatertag:

Um den Tag gebührend zu feiern, kredenzte ich für den Anlass ein entsprechendes Mittagessen.

Am Nachmittag besuchten mich dann meine Frau und mein dreijähriger Sohn, der  wie es sich gehört, auf seine Art mir herzlichst gratulierte. Natürlich ließen sich die beiden nicht die Möglichkeit entgehen, am benachbarten Strand ins kühle Nass zu hüpfen.

Unterdessen konnten wir im Verlauf des Tages in mitten der badenden Leuten die an den benachbarten Stränden eine Abkühlung suchten, einige Karpfen fangen. Die meisten davon ließen wir direkt frei, es handelte sich um Fische in der Gewichtskategorie 10-14kg. Wir fanden es für richtig die Karpfen bei der Hitze keinem unnötigen Stress auszusetzen, schließlich sind das in ein paar Jahren die nächste Generation an Großkarpfen.

Montag um ca. Half fünf in der Früh hat mich der Ton meines Bissanzeigers aus dem Schlaf gerissen. Ab ins Boot, Fisch sicher ausdrillen und bei der ersten sich bietenden Möglichkeit eingenetzt.

Das Ergebnis – ein Karpfen mit 16,5kg. Jawohl!

Obwohl es noch sehr früh war, beschloss ich mit einer Tasse Kaffee das Wasser zu beobachten.

Es dauerte nicht lange, bis sich die ersten Fische an der Oberfläche zeigten. Kurzerhand entschied ich mich diese Fische gezielt mit einem gelben Pop Up am „Multi Rig“ mit einem nadelscharfen Haken den ich mit einer Feile von Hand nachgeschärft habe, anzuwerfen. Darauf eine Hand voll Boilies.

Traumhafter Sonnenaufgang:

Was soll ich sagen!? Ich konnte bis zum Nachmittag 8 Fische fangen, davon zwei eher rar gesäte Schuppenkarpfen auf meine Habenseite verbuchen, ehe wir einpackten.

Das Highlight dieses Tages war aber ein erneuter Doppelrun. Im Vergleich zum Ersten konnte Christian den größten Fisch dieser ohnehin grandiosen Session in seinen Armen halten. Mit 20,5kg eine richtige Maschine für dieses Gewässer.

Zwei weitere Schönheiten die Ronny überlisten konnte:

Summa summarum konnten wir in ca. 48 Stunden Angeln stolze 24 Karpfen fangen.

Aufgrund dessen, dass die Pfingstsession von so einem Erfolg gekrönt war, wollten Ronny und ich am darauffolgenden Wochenende erneut für eine Nacht ans Wasser, in der Hoffnung da anknüpfen zu können, wo wir bei der letzten Session aufgehört haben. Natürlich behielten wir unsere Taktik bei, und fütterten unter der Woche wie gehabt mit den Birdfood Mix Boilies konsequent jeden Tag  an. Auch an der Futtermenge änderten wir nichts. Als das Wochenende vor der Tür stand und wir am See ankamen, war unsere erste Handlung die Ruten zu beködern und an ihre Plätze zu werfen. Nur keine Minute vergeuden.

Auch dieses Mal legten wir einen perfekten Start hin und es dauerte keine Stunde bis Ronny den ersten Fisch am Band hatte. Im Verlauf der Session konnte er 5 Bisse auf seinem Konto verbuchen.

Insgesamt konnten wir in dieser Kurzsession 7 Fische zum Landgang überreden.

Auch dieses Mal konnte ich einen traumhaften vollbeschuppten Karpfen zum Landgang überreden.

Der absolute Kracher dieser Session spielte sich am Morgen ab. Mein Bissanzeiger schrillte auf und ich rannte halb benommen zur Rute. Der Fisch riss mir die Schnur von der Rolle als gäbe es kein Morgen mehr.

Zügig ging es wieder mal ins Boot um dem Fisch hinterher zu rudern. Wieder zog der Fisch ins Freiwasser. Am Fisch angekommen riss er mir immer wieder wie ein Wahnsinniger Schnur von der Rolle. Kaum hatte ich einige Meter gut gemacht, zischte er wieder in Richtung Seegrund. Mein Adrenalin Spiegel ging ins unermessliche und hätte bestimmt jedes Blutdruckmessgerät gesprengt.

Letzten Endes aber konnte ich als Sieger hervorgehen. Es fiel mir ein Stein vom Herzen als Ronny den Fisch sicher im Kescher landen konnte.

Als ich ihn das erste Mal sah, ahnte ich schon dass es sich um einen Fisch der 20+ kg Klasse handelt. Alleine die Tatsache welch brachialen Rücken der Spiegler hatte.

An Land bestätigte die Waage meine Vermutung –25kg – einer der größten Fische des Sees.

Ich freute mich rießig und konnte es kaum fassen, welch Privileg solch einen Fischen in meinen Händen halten zu dürfen.

Bye, Bye…..da schwimmt er wieder von dannen. :)

Am Nachmittag zog ein Gewitter auf, gerade als wir einpacken wollten, begann es wie aus Eimern zu schütten. Als der Regen ein wenig nachließ ertönte die Sounderbox- Biss.

Kaum mit dem Boot am Wasser setzte der Regen wieder ein und zu alledem lief auch noch meine Rute ab. Als wir Ronnys Fisch versorgten holten wir erfolgreich meinen Fisch ab.

Das Ergebnis zwei traumhafte Fische:

Was kann sich ein Karpfenangler mehr wünschen, wie das, was wir in den letzten zwei Sessions erlebt haben? Wir wünschen jedenfalls jedem Karpfenangler ähnliche Erfolge.

Stefan, Christian & Ronny



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