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YOU catch, what YOU can!

Andreas Kraschl

Letztes Jahr schaffte ich es bis zum Ende des Sommers nur für kurze Overnighter ans Wasser. Trotz der kurzen Ansitze, konnte ich dennoch einige Fische zwischen 18-19 kg fangen und sogar einen über 20 kg.

Mitte September hatten mein Kumpel Lukas und ich sich eine Woche Urlaub genommen, um gezielt den Karpfen nach zu stellen.
Der wichtigste Teil beim Angeln ist die Location und die genaue Beobachtung der Wasseroberfläche. Alleine schon das stundenlange Verharren in der freien Natur gibt mir Energie für den Berufsalltag. 

 

Zum Gewässer

Wir hatten es auf einen Bestimmten Gewässerabschnitt von Kärntens größten Naturgewässer abgesehen. Dieses mittlerweile aufgestaute Gewässer, war vor etlichen Jahren die Fließrute der Drau.

Da dieses Gewässer nur wenige Angelplätze bietet, herrscht natürlich enormer Angeldruck in diesen Bereichen des Sees. Das Nachtangeln ist nur von Mittwoch bis Sonntag gestattet. Nichtsdestotrotz waren wir schon Sonntag früh morgens am Wasser. Wir ließen unser Schlauchboot zu Wasser und bestückten es mit einem Echolot und einer Klopfstange und fingen gemütlich an Location zu betreiben.

Oftmals entscheiden nur wenige Meter zwischen Erfolg und Misserfolg. Deswegen lohnt es sich, die Zeit in eine gründliche Location zu investieren. Lukas und ich gehen immer mit dieser Denkweise an die Spotsuche ran. Da wir das Gewässer bereits kannten, nahm die Spotsuche diesmal nur  zwei Stunden in Anspruch. Wir markierten unsere Stellen und befütterten sie mit jeweils 300 g Boilies. Das wiederholten wir bis Mittwoch jeden Tag.

 

Die Futtertaktik

Ich selber bin ein Freund der viel umstrittenen Futtertaktik. Ich kenne genügend Angler, die etliche Kilogramm Boilies auf ihre Spots kippen. Habt ihr euch eigentlich schon mal gefragt, ob der Karpfen euren Futterplatz schneller findet, wenn ihr mehrere Kilo Boilies ins Wasser schmeißt!? Wenn ihr denkt, dass ihr die Karpfen mit mehreren Kilo Boilies schneller an euren Platz locken könnt, dann irrt ihr euch gewaltig. Hub Genders hat vor Jahren bei einem Workshop ein klasse Beispiel gebracht. Es ist egal, ob in 100 Meter Entfernung ein toter Hund (in unserem Fall 300 Gramm Boilies) oder eine tote Kuh (in unserem Beispiel mehrere Kilo Boilies) liegt und verwest, wenn der Wind nicht in eure Richtung weht, werdet ihr es nicht riechen. Wenn der Wind in eure Richtung weht, werdet ihr auch den verwesenden Hund riechen, sogar ein kleineres (verwesendes) Tier könntet ihr riechen. So ist das auch beim Angeln, nur dass in diesem Fall keine Luft, sondern Wasser strömt. Und selbst das ändert nichts, denn der Geruchssinn des Karpfens ist viel empfindlicher, als der des Menschen.

 

Die gefangenen Fische der 4 Angelnächte

Das Vorfüttern ohne die Spots zu beangeln, hat sich wie schon oft von meinen Teamkollegen berichtet, auch bei dieser Session als erfolgreich erwiesen. Neben einigen Fischen über 15 Kg, konnten wir auch einen 23,80 kg schweren Karpfen vor die Linse halten.

Trotz den vielen kleinen Karpfen, die dieses Gewässer beherbergt, lag das Durchschnittsgewicht der gefangenen Fische bei über 17 kg.

Und zum Schluß noch eine Frage, über die sich jeder Karpfenangler mal gedanken machen sollte: Lohnt sich die viele investierte Zeit und Energie in die Spotsuche und das Vorfüttern, wenn man mit so einem Ergebnis belohnt wird? Warum und wie man das machen sollte und was dahinter steckt, kann sich jeder im Rahmen eines Workshops aneignen. Und in Puncto Köderwahl, stehen euch unsere Bait Service Berater gerne zur Seite.

Viel Erfolg bei euren Angelabenteuern,
Andreas Kraschl

 



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