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Unser erstes Keen Carp-Erlebnis

Peter Holzinger

Mitte September ging es für mich und fünf meiner Freunde an einen kleinen Paylake mit ungefähr 6 ha Wasserfläche. Der See besitzt einen guten Karpfenbestand mit einer Handvoll richtig Kapitaler Karpfen, die allesamt unter einem hohen Angeldruck stehen. Uns war dieses Gewässer durch vorherige Sessions gut bekannt und so bereitete sich jeder wie gewohnt auf diesen Trip vor. Zu meiner Vorbereitung zählte unter anderem der Keen Carp Workshop und ich muss sagen der Aha-Effekt war doch heftig!

Am späten Sonntagnachmittag erreichten wir den See. Nach kurzer Lagebesprechung mit dem Besitzer, losten wir die Plätze aus. Der Losentscheid brachte uns die meist sehr unbeliebte Mitte des Sees. Wir wurden im wahrsten Sinne des Wortes von beiden Seiten „abgeschnürt“, da vor uns eine Insel lag. Doch wir wussten anhand des im Workshop gelernten,  dass uns dieser Losentscheid noch in die Karten spielen kann.

In dem Bereich wo die Fische sprangen, wählten wir die Spots. Diese wurden täglich mit je 300 g Boilies vorgefüttert. Die anderen Plätze wie Inselspitz und Uferkanten, beangelten wir Instant mit Single Hookbaits, die wir zuvor mit  Keen Carp Boilie Soaks präparierten. In der zweiten Nacht konnten wir ein paar Fische haken, aber nur einen davon Landen. Zwei starke Fische verloren wir durch eine aufgebogene Hakenspitze und an den Dreikantmuscheln im Totholz. Darauf hin haben wir neue Schnüre und noch stärkere Haken montiert. Unsere Nachbarn fingen inzwischen schon richtig gute Karpfen bis über die 20 kg Marke.

Wir wurden leicht nervös, denn wir hatten erst einen Fisch landen können und dieser entsprach nicht unbedingt unseren Vorstellungen. Doch die Fische zeigten sich währenddessen ständig auf unseren vorgefütterten Spots und so waren wir zuversichtlich. Jeder kennt das Geräusch und das Gefühl welches ausgelöst wird, wenn ein großer Fisch auf die Wasseroberfläche klatscht.

Wir durften jetzt nicht einknicken und mussten unsere Taktik durchziehen, was bedeutete drei Tage die Plätze vorzufüttern, ohne darauf zu Angeln! So fütterten wir für eine weitere Nacht die Spots mit je 300 g  Boilies und beschlossen erst am darauffolgenden Vormittag die Ruten auf die Spots zu legen. Bei unseren Nachbarn wurde es bis zum Ende der Session zunehmend ruhiger auch die Gewichte nahmen deutlich ab. In unserer Holding Area schien das allerdings nicht der Fall zu sein!

Bei einer guten Flasche Rotwein fachsimpelten wir über Köder und Rigs und wie hart es ist, diese Taktik konsequent durchzuziehen. Unter anderem angelten wir run-to-run. Bei dieser Art der selektiven Angelei ist die Keen Carp Taktik und die Köder unerlässlich! Am darauffolgenden Vormittag war es soweit. Die unter Futter stehenden Spots wurden angeworfen und ein paar Kugeln beigefüttert.

Am Nachmittag lief die erste Rute ab, mein Kollege Chris war an der Reihe zum drillen. Nach einem heftigen 20 minütigen Drill umschloss der Kescher einen gewaltigen Schuppenkarpfen. Wir klatschten ab und konnten es nicht glauben was da vor uns im Kescher taumelte. Der Fisch brachte es auf satte 27,3 kg!

Nur logisch das uns der Fisch sehr motivierte und den glauben an die Taktik verstärkte.

Kurz nach Einbruch der Dunkelheit kam der nächste Run. Leider verlor ich diesen guten  Fisch in den eigenen Schnüren. Ein Aufschrei hallte über den See! Weitere Wortwahl möchte ich hier nicht erläutern... Etwa eine Stunde später der nächste Run, ein schöner 20 kg Schuppenkarpfen.

Die Restliche Nacht blieb es ruhig und wir wussten auch warum. Wir hatten einige sehr unangenehme Mittesser auf unseren Spots wahrnehmen können. Der See beherbergt auch große Störe bis 70 kg und Waller bis 120 kg! Wen ein solcher urtümlicher Fisch über deinen Futterplatz herfällt, bleibt da nicht viel liegen für die gelben Zielfische. Wir entschieden uns deshalb am Vormittag nicht zu Angeln. Die darauffolgenden 2 Nächte brachten noch weitere acht Fische zwischen 17 – 22kg.

Wir waren mit unseren Fängen zufrieden und konnten das im Workshop erlernte teilweise ganz gut umsetzen. Ich fühlte den Spirit, die Idee die hinter Architected Carpfishing steckt und werde diese weiterhin für mich vorantreiben!

Danke an Csaba Rontó und das Bait Service Team von Keen Carp. Ihr habt uns gut beraten und mit hoher Qualität versorgt!

Tight Lines,
Peter Holzinger



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