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Wenn man die alten Gewohnheiten über Bord wirft – Mein Jahr mit Keen Carp

Andre Ambrosi

Ich habe eine meiner besten Angelsaisons hinter mir. Alles alte über Bord zu werfen war die richtige Entscheidung für 2019. Ich konnte nicht nur viele positive Erfahrungen sammeln, sondern konnte dank dem im Workshop erlerntem auch einen ganz wichtiger Faktor gewinnen: Zeit. Viel Zeit, die ich heute nutze um Gewässer zu erkunden.

Meine Vorgehensweise sieht heute ganz anders aus. Ich habe den Großteil meiner Ansitze unter die Woche verlegt. Damit habe ich schon den Vorteil, dass zu 99% niemand am Wasser sitzt. Wie früher jedes zweite Wochenende am Wasser „aus zu sitzen“, kommt bei mir heute selten vor. Mit Boot und Klopfblei ( Echolot besitze ich nicht ) befahre ich Sonntags bzw. Montags mein ausgewähltes Gewässer.

In der Regel füttere ich die gefundenen Plätze bei der Gelegenheit auch schon das erste Mal vor. Ich füttere je nach Jahreszeit und Wetter eine bis maximal drei Hände Boilies. Zu 100% nur Boilies! Oft beläuft sich die An- und Rückfahrt sowie das Füttern auf nur eine Stunde.

Meine effektive Angelzeit beläuft sich in der Regel auf vier bis sechs Stunden. Manchmal sogar weniger. Im Urlaub und an verlängerten Wochenenden fische ich instant auf zwei Spots und lege mir noch zwei separate Spots an, die für drei Tage unter Futter gehalten werden. So tat ich auch in meinem Sommerurlaub, an einem mir vollkommen unbekannten, 365 ha großen See. Auf den Instant-Spots fingen wir die ersten drei Tage nur Fische bis 10 kg. Wie schon so oft, vertraute ich auf meine Futterplätze. Täglich um neun Uhr kamen drei Hände Big Water Mix Spanish Red/Apricot Dream Flavour in 24 mm auf die Plätze. Am vierten Tag legte ich dann die Ruten auf die Futterplätze mit einer Hand voll Boilies. Zu deisem Zeitpunkt biss auf den Instantplätzen weder Abends noch Nachts mehr etwas. Am nächsten Morgen um Punkt sieben Uhr dann der Vollrun, mit einem makellosen Spiegler von 17 kg.

Nach diesen fünf Tagen hatte uns der Alltag wieder. Also wurde das Angeln wieder komplett unter die Woche verlegt. Ich hatte mir im Urlaub schon überlegt, an meinem Hausgewässer Spots zu befischen, die ich vorher noch nie befischt habe. Gefüttert wurde neben einer Insel auf 4 Meter Tiefe drei Tage lang, drei Hände voll 50/50 Mix Spanish Red/ Apricot Dream Flavour in 24 mm. Wie schon beschrieben, beläuft sich meine Angelzeit unter der Woche auf vier bis sechs Stunden. Die Ruten lagen am Angeltag gerade mal eine Stunde und schon stieg ein Schuppi mit 15 kg ein.

Eigentlich war ich schon nach dem ersten Fisch restlos zufrieden, doch nur eine Stunde später durfte ich noch einen Spiegler mit 16,50 kg in den Händen halten. 

Eine Woche später wollte ich es dann nochmal wissen. Wieder kamen 3 Tage, 3 Hände 50/50 Mix Boilies in 24 mm auf die Plätze an der Insel. Nach nur einer Stunde nach dem ablegen wurde ich für meine Mühen mit einem Spiegler von 15,5 kg belohnt.

Da das Jahr schon so super gelaufen war und ich von den Ködern sowie der Taktik mehr als überzeugt war, ging es doch nochmal im November ans Wasser. Diesmal ging es an ein Gewässer, wo ich wusste, dass es Fische über 20 kg gibt. Wieder mit Boot und Klopfblei suchte ich mir Spots auf 4-5 Meter Tiefe. Jahreszeit- und Witterungsbedingt fütterte ich eine gute Handvoll Boilies meines Favoriten, dem 50/50 Mix an. Am Angeltag selbst waren mir nur drei Stunden vergönnt. Das Wetter war meiner Meinung nach nicht optimal, aber trotz alle dem wurden die Ruten gelegt. Die ersten zwei Stunden lief nichts, rein gar nichts. Plötzlich Vollrun.  Ein Spiegler mit 11 kg stieg ein. Nicht unbedingt das was ich wollte, aber wenigstens wurde der Futterplatz von den Fischen aufgesucht. Zeitlich wurde es knapp, also die Rute rasch neu bestückt, 5 - 6 Boilies zusätzlich um den Hakenköder und hoffen. Bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt, so auch an diesem Morgen. Zwanzig Minuten nach dem auswerfen konnte ich dann doch einen Spiegler mit 23 kg fangen. Damit konnte ich meinen PB schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres erhöhen!

Für mich hat 2019 auch gezeigt, dass man bei einer guten Vorbereitung, auch in ein paar Stunden am Wasser gute Fische fangen kann. Ich hoffe 2020 wird noch besser!

Ich wünsche allein eine erfolgreiche Angelsaison mit vielen dicken Fischen! Vielleicht wirft ja auch der ein oder andere seine alten Gewonheiten in 2020 über Bord.

Beste Grüße,
André



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