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Saisonziel: Big Fish - ein Rückblick in die Vergangenheit

Anatoli Teljatnikov

Bevor ich auf Keen Carp stieß, habe ich 5 Jahre lang mit vielen verschieden Ködern gefischt. Ich war zwar erfolgreich, aber irgendwann kam der Punkt,  an dem  ich nicht mehr weiter wusste. Ich habe viele Fische gefangen, aber nicht die, die ich gerne wollte.

Ich wollte selektieren, um an die Großen zu kommen. Also rief ich im Keen Carp Bait Service bei Sebastian Wirtz an und habe ihm mein Problem geschildert. Bei einem Beratungsgespräch, hat er mir dann eine selektive Taktik und einen dazu passenden, selektiven Köder empfohlen. Die Wahl fiel auf den Big Water Mix mit Spanish Red und Sunny Pinenapple Flavour. Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keinen Workshop besucht. Es war für mich das erste Mal überhaupt, dass ich Keen Carp-Köder in der Hand hatte.

Als die Köder endlich bei mir ankamen, war ich natürlich sofort motiviert und fing sofort an meinem 17 Kilometer entfernten See zu füttern an. 300 Gramm zu füttern war für mich erst einmal eine große Umstellung, da ich es gewohnt war, mehrere Kilos zu füttern. Meine Vorbehalte waren jedoch schnell beseitigt und die Erste Session war direkt der Hammer:  In der ersten Nacht konnte ich bereits einen 19,50 kg schweren Schuppi fangen.

    

Danach habe ich die Taktik und die Köder sofort an einem anderen Gewässer ausprobiert. Fünf Tage lang, bin ich jeden Abend über  20 Kilometer gefahren, um meine Plätze vorzubereiten. Auch hier klappte es auf Anhieb und ich konnte einen Spiegler mit 22 kg auf die Matte legen.  Mein Vertrauen in die Köder und die Taktik waren nun vollends bestätigt.

  

Ich wollte nicht mehr viele kleinere Fische fangen, sondern gezielt und selektiv auf die Größeren Angeln.  Den Anfang hatte ich bereits gemacht, aber ich wollte noch mehr Wissen. Im Winter habe ich dann noch einen Workshop mit István und Sebastian besucht. Hier habe ich trotz langjähriger Erfahrung, sehr viel Neues mitnehmen können.  Neues Jahr, neue Ziele, neues Gewässer. Diese Saison wollte ich ein neues Gewässer ins Visier nehmen, mit 80 ha Wasserfläche und enormen Angeldruck und dem ehrgeizigen Ziel, einen der ganz Großen auf die Matte zu legen. Nach einem Telefonat mit dem Gewässerwart, ging ich erst Mal auf Spotsuche.Nachdem ich sorgfältig meine Stellen erkundet hatte, begann ich diese zu füttern. Diesmal musste ich sogar einen Anfahrtsweg von 40 Kilometer pro Strecke stemmen. In anbetracht der Jahreszeit, fiel meine Wahl diesmal auf den 50/50 Mix. Ich fütterte sechs Tage mit nur 300 g/Spot meine Stellen an. Nach der Vorbereitungszeit folgten fünf Tage  Angeln. Das Resultat konnte sich sehen lassen: ich konnte  4 Fische fangen, wovon zwei Fische nahe der 20 kilo Marke waren.

Ich war erstmal überrascht, dass ich auf Anhieb zwei so Große Fische fangen konnte. Die investierte Energie und der Aufwand hatten sich bereits nach dem ersten Ansitz gelohnt. Gerade die Spotsuche in den ersten Tagen war mühsam, aber wie wir im Workshop gelernt haben, ist diese Arbeit der Grundstein für den Erfolg und von unschätzbarem Wert.

Nach der Session machte ich erst einmal drei Wochen Pause. Nach der Auszeit sollte es dann direkt weiter gehen, aber es kam erstmal anders als erwartet. Ein anderer Angler setzte sich trotz absprache auf meine Stelle und wollte dort auch länger bleiben. Es war nichts zu machen, ein neuer Spot musste her. Ich liebäugelte mit einem Bereich des Sees, der wegen der enormen Tiefen und der Taucher, die in diesem Bereich ihre Runden drehten, von den anderen Anglern gemieden wurden. Mangels vielversprechender Alternativen, musste ich die bittere Pille schlucken und entschied mich für den –zugegebener Maßen auch für mich- unattraktiven Spot. Nach kurzer Bedenkzeit fand ich dann doch wieder meine Motivation:  Jetzt wollte ich beweisen, dass ich auch auf dem von Anderen Anglern verschmähten Platz meine Fische fangen konnte. Nach dem Füttern überprüfte ich zusätzlich den Spot mit einer Kamera, um sicher zu gehen, dass meine Köder auf der richtigen Stelle lagen. Der Spot lag in 9 m Tiefe und wurde mit dem Big Water Mix vorgefüttert. Nach fünf Tägigem vorfüttern und vier Nächten Angeln, folgte die Ernüchterung: ich blankte. Ich überlegte was schief gelaufen sein könnte, was ich übersehen hatte. Erneut überprüfte ich den Spot. Die Boilies lagen unberührt auf dem Platz. Ich machte mir viele Gedanken über die möglichen Ursachen. Fakt ist, die Köder lagen unberührt da, was darauf hindeutete, dass die Fische den Platz nicht aufgesucht hatten.

Da ich sonst nirgends am See angeln konnte, machte ich erst einmal eine Pause. Immer wieder fuhr ich an den See und kontrollierte die Stelle. Im September startete ich schließlich einen weiteren Versuch. Auch diesmal bereitete ich meine Stellen mit den Big Water Boilies vor. Nach erneuter Kontrolle stellte ich mit freude fest, dass die Köder diesmal verschwunden waren.  Die Fische waren also da!  Nun sollte es vier Tage raus gehen. Diesmal mit Erfolg. Nach den vier Tagen ging es mit fünf Fischen bis 20 Kilo wieder auf den Heimweg.  Ich war einfach mega glücklich. Meine Geduld und meine Mühe hatten sich nun doch ausgezahlt.

   

Da mittlerweile der Oktober vor der Tür Stand, musste ich das Futter an die Bedingungen anpassen. Nach einer erneuten konsultation mit Sebastian, viel unsere Wahl erneut auf den 50/50 Mix, mit dem ich im Anschluss direkt weiter gefüttert habe. Erneut ging es raus und wieder ging es ohne Fisch nach Hause. Die Fische waren definitiv am Platz, trotzdem habe ich wieder geblankt. Ich suchte also erneut den Fehler bei mir. Da das Futter immer verschwunden war und lediglich mein Rig liegen blieb, kam ich zu dem Schluss, dass es an der Montage liegen musste. Also wechselte ich den Hakenköder auf einen 50/50 Balanced Hookbait. Ich hängte also noch eine Nacht dran, um zu sehen,  ob sich etwas ändert. Nachts lief dann die Rute ab und ich merkte sofort, dass das kein normaler Drill ist. Als ich den Fisch endlich sicher keschern konnte, stellte ich mit Freude fest, dass ich endlich meinen Zielfisch gefangen hatte. Die Nadel der Waage blieb genau bei der 25 kg Marke stehen.

Schlussendlich konnte ich mein persönliches Saisonziel doch noch erreichen. Trotz der Blanks, habe ich nie an den Ködern und der Taktik gezweifelt, sondern die Fehler immer bei mir gesucht und konnte mich dadurch verbessern. Mit der Hilfe von Keen Carp, konnte ich mein Ziel auch an diesem schwierigen Gewässer erreichen. An dieser Stelle möchte ich mich noch bei Sebastian Wirtz für seine super Arbeit bedanken. Für nächstes Jahr habe ich bereits neue Ziele, über die ich sicherlich berichten werde.

Anatoli Teljatnikov



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