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Sternstunden am Hausgewässer

Daniel Göbels

Freitagmorgen nach der Nachtschicht zum See um ein paar Stunden zu angeln und ein wenig zu füttern. Was allerdings in den ersten Stunden bis zum frühen Nachmittag passiert ist, habe ich so, vorher noch nie erlebt...

Vom Parkplatz ging es zum Boot, welches ich belud und Kurs auf meine Wunschstelle nahm. Dort angekommen stellte ich fest, dass diese leider schon besetzt war. Danach entschied ich mich für eine Stelle, die ich bis Dato nur selten und mit mäßigem Erfolg befischt habe. Dennoch entschied  ich mich für die Stelle, da ich unbedingt am großen See Teil des 14 Hektar großen Baggersees fischen wollte.

Die Taktik sah vor, dass ich zwei Ruten jeweils bestückt mit einem Snowman bestehend aus einem 20 mm Hemp/Nutty Mix –Spanish Red/Red Bubblegum Boilie in Kombination mit einem halben weißen 14x18mm Dumbell Pop Up fischte. Als Beifutter fütterte ich Lediglich wenige Murmeln Punktgenau auf die Montagen. Zwei weitere Plätze fütterte ich mit Boilies aus dem Nutty Mix, ebenfalls in 20 mm für meine 3 Tägige Session, die ich ab Samstagmorgen nach meiner letzten Nachtschicht in Angriff nehmen wollte, vor. Zuerst fuhr ich die linke Rute aus, was bei dem peitschenden Wind kein Spaß war. Ich war gerade auf dem Weg meine rechte Rute aus zu fahren, als ich plötzlich einen Ton hörte, den ich aufgrund des Starken Gegenwindes zuerst gar nicht deuten Konnte. Nach längerem hinhören wurde es mir schlagartig klar: es war die linke Rute.

Schnell zurückgerudert, die Rute aufgenommen und kurzer Zeit später konnte ich den ersten Bartelträger keschern. Ein kleiner aber schneller Fisch der mir die Zuversicht gab, dass sich die Fische auf meinem sorgfältig ausgewählten Spot aufhielten. Eine dreiviertel Stunde später lief die linke Rute erneut ab. Der Spiegler von ca. 14 Kilo, war kurz vor dem Kescher, als die rechte Rute sich ebenfalls meldete. Ein verhaltener Biss der sich als eine Schleie von gut 6 Pfund entpuppte. Meine erste Schleie seit 12 Jahren!

Ich hatte noch keine Minute geschlafen. Es war mittlerweile halb elf, ich war überdreht und ich musste gegen halb neun den See wieder verlassen.

Also versuchte ich so schnell wie möglich einzuschlafen. Ich hatte höchstens eine Stunde die Augen zu, da hörte ich wieder einen meiner Bissanzeiger kreischen. Zum dritten Mal die linke Rute. Der Drill zog sich in die Länge. Zum Vorschein kam ein etwas über 15 Kilo schwerer Spiegler. Ich fuhr die Rute wieder bei starken Windböen raus ins kühle Nass. Eigentlich nicht gerade klug wenn man lieber schlafen sollte…

Wer kennt nicht diese Sucht? Wenn es einmal läuft, dann will man nichts verpassen. Zurück am Ufer die Rute scharf gemacht setzte ich mich auf meine Liege und zündete eine Zigarette an. Es dauerte keine 3 Minuten und die linke Rute ging wieder los - aber diesmal sehr langsam.  Als ich die Rute Aufnahm, riss mein Gegner am anderen Ende gefühlte 30 Meter Schnur von der Rolle. Danach allerdings kam er mir ohne sich groß zu wehren entgegen bis zum Ufer. Am Ufer angekommen, machte der Fisch keinerlei Anstalten an die Oberfläche zukommen und stand tief. Er schwamm sehr langsam von links nach rechts und wieder zurück. Da wusste ich, dass es einer der großen sein muss. Er stellte sich sogar unter die Uferkante und machte mir so das Leben schwer. Es fühlte sich an wie ein klassischer Hänger.

Als der Fisch endlich hochkam,  dachte ich mir nur: „recht gehabt, ein richtig guter“. Beim ersten Blick in den Kescher rief ich in Richtung eines anderen Anglers:  „ich hab den Halbmond“. Der Seekönig mit 24,5 Kg lag in den Maschen meines Keschers. Ich konnte es erst nicht glauben aber so können ein paar Stunden Angeln ablaufen, wenn man den richtigen Köder am richtigen Platz präsentiert.

Seit September 2019,  benutze ich Boilies von Keen Carp und konnte deutlich mehr Fische fangen, als davor in gleichem Zeitraum mit Boilies anderer Hersteller. Es waren sogar Boilies von wirklich namhaften Herstellern!

Hinzu kommt die Tatsache, dass ich in diesem Zeitraum zweimal meinen PB toppen konnte und nun auch noch den Seekönig fangen durfte. Haltet euch an die Jungs, der Service ist einmalig und ihr werdet nicht enttäuscht sein.

 

Tight Lines,
euer Daniel



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