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Gloryhole

Alexander Cyrys

Anfang Oktober besuchte ich für vier Nächte einen Paylake in Österreich. Früh morgens bin ich am See angekommen. Nach einem kurzen Gespräch mit abreisenden Anglern und dem Betreiber stellte sich heraus, dass in letzter Zeit fast nichts gefangen wurde. Diese Tatsache spornte mich noch mehr an, mir gute Stellen zu suchen. Da der See sehr wenig Struktur bietet und einer Badewanne gleicht, suchte ich längere Zeit den Gewässergrund mit der Unterwasserkamera nach den passenden Spots ab.

Zufrieden mit der Spotwahl machte ich meine Ruten startklar. Bei den Ködern entschied ich mich vorerst für den Hotfish Gammarus Mix in 20mm bzw. 24mm. Als Backup hatte ich noch den 50/50 Mulberry Spanish Red in 20mm im Gepäck. Mittags lagen die Ruten perfekt auf ihren Plätzen. Bei herrlichem Sonnenschein genoss ich den Nachmittag und legte mich abends früh schlafen.

Um fünf Uhr früh weckte mich mein linker Bissanzeiger. Als ich die Rute aufnahm, war der Fisch leider schon weg. An den scharfen Muschelbänken kam es leider zu einem Abriss meiner Schnur. Tagsüber blieb es ruhig. Um 23 Uhr bekam ich meinen nächsten Biss auf die mittlere Rute. NAch einem 20-minütigen Drill konnte ich einen wunderschönen Spiegelkarpfen mit 22,8kg erfolgreich keschern. Gebissen hat er auf einen 20mm großen Hotfish Gammarus Blueberry/Scopex Boilie.

Sonntag Nachmittag lief aus dem nichts meine rechte Rute ab. Nach einem erneut sehr harten Drill konnte ich einen schönen Schuppenkarpfen mit 19,5 kg über den Kescherrand ziehen. Gefangen habe ich ihn auf einen 24mm Hot Fish Gammarus/Shellfish in der Härte 3. Schnell brachte ich meine Rute wieder auf den Spot. Eine Stunde später lief die gleiche Rute wieder ab und bescherte mir einen Spiegelkarpfen von 15,5 kg.

Eine Nacht blieb mir noch und nach längerer Überlegung holte ich meine linke Rute ein, die seit dem ersten Biss keine weitere Aktion brachte. Ich beköderte sie mit einem 50/50. Ich hatte einfach ein gutes Gefühl nach dieser Entscheidung. In den Morgenstunden wurde mein gutes Gefühl in Form eines 24kg schweren Schuppis bestätigt. Nach langem Drill konnte ich das breite Kreuz endlich in meinem Kescher betrachten.

Ich habe es geschafft in vier Tagen alle meine drei Ruten zum Laufen zu bringen. Von sechs Bissen konnte ich vier verwerten und fing Fische zwischen 15,5kg und 24kg. Die intensive Spotsuche machte sich auf jeden Fall bezahlt. Außerdem habe ich meine Köder länger liegen gelassen und die Session wurde ein voller Erfolg.

Tight Lines

Alex



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