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Paylake

Stefan Pirker

Welcher Angler träumt nicht davon, während seines Anglerurlaubes, einen Karpfen der 20kg+ Kategorie in seinen Händen zu halten. Aus diesem Grund bieten sich Paylakes an, da diese in der Regel über einen überdurchschnittlichen Karpfenbestand verfügen. Des Weiteren beherbergen diese Gewässer eine überaus gute Anzahl an kapitalen Fischen. Mit der Chance einen dieser übergewichtigen Flossenträger überlisten zu können, ging es für Christian und mich an solch ein Gewässer.

Früh dort angekommen, waren wir die Ersten. Unsere erste Erkenntnis stellte sich nicht erfreulich dar. Der Wasserstand befand sich deutlich unter dem Normalstand, was uns nicht in die Karten spielte, da sich unser gebuchter Platz im flachsten Teil des Sees befand. Um in die Bucht zu gelangen, in der auf einem Steg  bereits ein 2 Mann Zelt aufgebaut war, benötigt man ein Boot. Nachdem das Boot startklar war, luden wir unser Tackle auf. Somit konnte das Abenteuer Paylake angeln starten. Als das Camp bezogen war und ich nebenbei einen Eimer mit Boilies und Seewasser eingeweicht hatte (Diese Methode hat sich besonders an stark beangelten Gewässern wie Paylakes als erfolgsversprechend herauskristallisiert. Sinn und Zweck dieser Herangehensweise ist es, dem Fisch zu suggerieren, dass er Futter vorfindet, von dem keine Gefahr ausgeht.), machten wir uns auf den Weg, um Location zu betreiben. Die Anzeige am Echolot verhieß nichts Gutes, in Bezug auf die Wassertemperatur. Mit 30 Grad an der Oberfläche und maximaler Wassertiefe von ca. 2,4m, in dem von uns zu befischendem  Areal, alles andere als optimale Bedingungen. Nichts desto trotz legten wir strategisch verteilt Futterplätze an, welche wir erst am dritten Tag beangeln wollten. In dieser Zeit blieben die Ruten am Trockenen und wurden lediglich zweimal am Tag mit einer Hand voll Boilies versorgt. Als Köder kam der Mega Spice & Seed Boilie in 24mm und Härtegrad 3 zum Einsatz. Als es endlich soweit war, entschloss sich Christian bereits am frühen Vormittag seine Ruten zu fahren. Noch bevor ich meine Ruten im Wasser hatte, konnte er nach ca. 4 Stunden Angelzeit den ersten Biss verzeichnen. Nach einem eher unspektakulären Drill fand der erste Karpfen der Tour den Weg in den Kescher. Wie sich herausstellte ein ganz besonderer Schuppenkarpfen für Christian, denn mit seinen 22,8 kg war er der neue PB für ihn.

Ein mega Auftakt, mit dem wir in der brütenden Mittagshitze nicht gerechnet hatten. Am Nachmittag legten wir auch meine Montagen auf den präparierten Plätzen ab. In der Nacht konnte Christian noch einen Karpfen überlisten. Am nächsten Tag, wieder zur Mittagszeit, feuerte Christians Rute erneut los. Dieses Mal stand ein knallharter Drill bevor. Der Fisch kassierte zuerst seinen und im Anschluss den Marker unseres Angelnachbarns ein. Nach einem atemberaubenden Drill konnten wir schlussendlich erneut einen brachialen Schuppenkarpfen abschöpfen. Die Waage bestätigte ein Gewicht von 23,3 kg. Erneut ein neuer PB, innerhalb von 24 Stunden.

Als die Nacht den Tag ablöste, konnte auch ich den ersten Karpfen verbuchen. Ein kleiner Schuppenkarpfen, der sich zuvor in der Nähe meines Futterplatzes verraten hatte, konnte dem angebotenen Köder nicht widerstehen. Kurze Zeit später konnte Christian einen 14kg schweren Karpfen auf seiner Habenseite verbuchen. Nachdem die Woche geprägt von brütender Hitze verlief, kündigte sich für die letzte Nacht ein Wetterwechsel mit Gewitter und Regen an. Jener Wetterwechsel sollte auch für mich die entscheidende Kehrtwende bringen. So konnte auch ich noch meinen ersehnten 20kg+ Fisch in die Kamera halten. 21,6kg brachte dieser Siegler auf die Waage. Obwohl der Fisch sich bis zum Schluss Zeit gelassen hatte, konnte ich letzten Endes mein Ziel noch erreichen.

In diesem Sinne, seid geduldig, denn das Beste kommt zum Schluss.

Stefan Pirker



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